Verbrennungen, was tun?

 

Bei Verbrennungen 1. und 2. Grades hat der Betroffene oft starke Schmerzen verbunden mit allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber, Durchfall, Frieren, Schwäche. Viele Menschen stehen auch unter Schock, weil das Ereignis meistens unerwartet und sehr schmerzhaft ist.

Homöopathische Mittel helfen schnell und können die Situation sehr beruhigen. Zu den wichtigsten Massnahmen nach der Mittelgabe gehört das Entfernen aller Kleidung von den verbrannten oder verbrühten Stellen, ohne dass dabei Gewebsfetzen abgerissen werden. Klebende Stoffe sollten nur von erfahrenen Personen entfernt werden. (Arzt!)

Bei Verbrennung 1. und 2. Grades lässt man warmes bis sehr warmes Wasser über die verbrannte Region laufen. Es ist also nicht kaltes sondern warmes Wasser! Eine verbrannte Hand kann z.B. auch während 5 bis 10 Minuten in warmes Essigwasser gelegt werden. (5dl warmes Wassern und 3 Essl. Essig). Dies lindert den Schmerz schnell, die Verbrennung heilt gut ab und wichtig, es kommt nur selten zu Blasenbildung. Bei Verbrennungen im Mund wird mit warmem Essigwasser spülen oder gurgeln.

Homöopathische Mittel für Brandwunden 1. und 2. Grades:

Sofortige Verabreichung von Aconitum C30/C200, als Schockmittel. 3 Globuli der vorhandenen Potenz C30 oder C200 in 2dl Wasser auflösen. Dem Patienten 3x mit einem Abstand von 2 Min, einen Esslöffel davon eingeben. Danach übergehen auf Cantharis.

Cantharis C30 oder Causticum C30, in Wasser gelöst, alle 5-10 Minuten, ein paar Minuten nach Aconitum, bis Besserung zu spüren ist. Danach noch während ca. 5 Stunden, 1x pro Stunde.

Arsenicum album C30 und Urtica urens C30 eigenen sich ebenfalls zur Schmerzlinderung nach Verbrennungen (gleiche Dosierung und Potenz wie Cantharis)

Homöopathische Mittel für Brandwunden 3. Grandes

  • Hier dürfen keine Wasseranwendungen stattfinden 

Aconitum C30/C200, als Schockmittel

Causticum C30 – in Wasser gelöst, alle 5-10 Minuten, ein paar Minuten nach Aconitum, bis Besserung zu spüren ist. Causticum lindert den Schmerz schnell, so dass der Patient überhaupt erlaubt, seine Wunden behandeln zu lassen. Causticum verhindert Durchfälle.

Cantharis C30 - in Wasser gelöst, alle 5-10 Minuten, ein paar Minuten nach Aconitum, bis Besserung zu spüren ist. Cantharis findet Verwendung bei intensiven Brennschmerzen, bei brennenden Schmerzen beim Wasserlassen durch die vermehrte Giftstoffausscheidung. Aber vor allem, wenn die Brandwunden am Unterleib, Brust oder im Gesicht lokalisiert sind.

 

Grossflächige Verbrennungen gehören in ärztliche Behandlung.

 

Hier noch meine „Lieblings“ Wundversorgung für Brandwunden 3. Grades oder Schürfwunden, wo keine Oberhaut mehr vorhanden ist. Ich habe das selber schon x-fach ausprobiert und sehr gute Ergebnisse erzielt.

Im Freien, 100% Baumwolle anzünden und verkohlen lassen (100g Watte reicht für ca. eine Handfläche aus), die Rückstände mit wenigen Tropfen Olivenöl mischen und die so entstandene, recht trockene, schwarze Paste vorsichtig auf die Wunde auftragen. Nach dem Auftragen lassen die Schmerzen bald nach. Aus den aufgetragenen Stoffen und dem Wundsekret bildet sich eine Kruste, die verhindert, dass weiteres Wundsekret abgesondert wird und der Patient Flüssigkeit verliert. Man lässt die Schicht an der Luft trocknen und legt keinen Verband an. Es kann nötig sein einen luftdurchlässigen Schutz anzubringen, damit die Kruste nicht abgerissen wird. Nach einigen Tagen fällt die Kruste von alleine ab und darunter erscheint die geheilte Haut.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch dieses Verfahren sogar Hauttransplantationen vermieden werden konnten.

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Literaturverzeichnis

  • Erste Hilfe durch Homöopathie, Dr. Manuel Mateu i Ratera
  • Homöopathische Erste Hilfe, ein praktischer Ratgeber, B. Hendrich, M. Schröder, R. Schünhoff, E. Chancrin