Homöopathie für den Garten (Teil 2)

Unter anderem war auch ein Landwirt zugegen, der über seine Erfahrungen mit der Homöopathie auf seinem Hof berichtete. Er erzählte, wie ihn seine Frau drängte Homöopathie endlich auch für die Tiere auf dem Hof zu nutzen. Widerwillig und mit dem Hintergedanken ihr zu beweisen, dass es nichts nützt, wurde er eines besseren belehrt. Bald darauf schickte ihn seine Frau selber zum Homöopathen, um endlich auch seine Stauballergie zu behandeln. Als auch diese kuriert war,  dachte er sich, wenn Homöopathie bei meiner Familie und bei den Tieren wirkt, warum soll sie nicht auch bei den Pflanzen wirken. Seit da ist auf diesem Biohof neben EM (effektive Mikroorganismen) die Homöopathie im Einsatz und der Bauer sprühte nur so vor Begeisterung, als er uns von seinen Erfolgen erzählte.

Im letzten Monat habe ich, wenn wundert’s schon einige Versuche mit den „Globuli“ in meinem Garten gestartet. Ich habe mich auch international vernetzt, „facebook“ sei Dank, und viele weitere wichtige Hinweise erhalten. Einige Läusekolonien verschwanden von einem Tag auf den anderen. An anderen Orten wurde es immer schlimmer und ich konnte nur noch den Kopf schütteln ab all dem „Gefieche“ (Läuse und Räuber), das sich auf einer Pflanze tummeln konnte. Die Schnecken scheinen gewisse Stellen im Garten, welche ich mit Helix tosta D6 behandelt habe, tatsächlich zu meiden.

Eine ähnliche Erfahrung, wie mit dem Mandelbaum, machte ich mit dem Kirschbaum der Nachbarin. Der 25 jährige Baum hatte unter der Kälte im Februar sehr gelitten. Die Blätter zeigten sich nur spärlich und die Blüte wurde verregnet, sodass die Blüten alle wie braune, vertrocknete Zäpfchen nach unten hingen. Der zugezogene Gärtner diagnostizierte einen Pilz. Einen ersten Versuch machten wir mit Aconitum C200, aber es zeigte sich keine eindeutige Veränderung. Eine Woche später erhielt der Baum eine Gabe Kalium carbonicum C200. Ein paar Tage später zeigten sich viele neue junge Blätter, aber zu unserer Enttäuschung hatte sich der Pilz auf die Blätter und insbesondre auch auf die jungen Blätter ausgebreitet. Alle waren mit roten Flecken überzogen. Es schien, als ob der Baum immer noch geschwächt war und eine wärmende Gabe Belladonna C200 nötig hatte. Zwei Tage nach der Gabe begannen die roten Flecke auszutrocknen und wie beim Mandelbaum aus den Blättern zu fallen. Das Blatt erholte sich und blieb am Baum hängen.

Meine Stockrosen habe ich vorbeugend gegen Pilzbefall mit Equisetum D6 (Schachtelhalm) behandelt und natürlich würde ich auch gerne ein Mittel gegen den Buchsbaumzünsler finden. Vaikunthanath Das Kaviraj beschreibt in seinem Buch, wie er Pflanzen vom Raupenbefall geschützt hat. Mein erster Versuch mit Sambucus nigra D6 war leider ohne Erfolg. 

Gerade für den Hausgarten ist eine Behandlung von Krankheiten und Schädlingen mit Homöopathie sehr sinnvoll, denn hier sind wir in der Regel nicht vom Ertrag abhängig. Die Mittel sind  Nebenwirkungsfrei und ungiftig. Insekten/Nützlinge werden nicht beeinträchtigt und die Schädlinge werden davon abgehalten Pflanzen scharenweise zu befallen.

Trotzdem muss auch hier Mass gehalten werden, denn ein Zuviel an Homöopathie kann wie beim Menschen, auch im Garten das Gegenteil bewirken von dem was ursprünglich geplant war. Darum gilt „weniger ist mehr“.  Ein Gartentagebuch zu führen ist empfehlenswert, damit man im nächsten Jahr wieder von seinen Erfahrungen profitieren kann.